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Stellenausschreibung

Der Aktionsbündnis gegen Homophobie e. V. (AGH) sucht Sachbearbeitung für die Verwaltung des Projekts Queere Nothilfe Ukraine (QNU) (m,w,d)

Der Aktionsbündnis gegen Homophobie e. V. (AGH) verfolgt den Zweck sowohl individuelle als auch strukturelle Diskriminierung aufgrund der tatsächlichen oder vermuteten sexuellen oder geschlechtlichen Identität, des Geschlechtsausdrucks oder der Geschlechtsmerkmale sowie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (insbesondere Queerfeindlichkeit) sichtbar zu machen, zu überwinden sowie ihr präventiv zu begegnen. Der Verein unterstützt Menschen, die aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermuteten sexuellen oder geschlechtlichen Identität, ihres Geschlechtsausdrucks oder ihrer Geschlechtsmerkmale geistige oder seelische Probleme haben und hilfsbedürftig sind oder die aufgrund dessen davon bedroht sind, Gewalttaten zu erleben oder sogar bereits erlebt haben.

Mehr Informationen unter https://aktionsbuendnis.org

Wir suchen mit sofortiger Wirkung eine Sachbearbeitung für die Verwaltung des Projekts Queere Nothilfe Ukraine (QNU) (m,w,d) EG 8 TVöD, Teilzeit (bis zu 19,5 Stunden) befristet bis zum 31.12.2023 (mit der Option der Verlängerung)

Zu Deinen Aufgaben gehören:

  • Verwaltungstechnische Sachbearbeitung von Rechnungseingang bis zum Verwendungsnachweis (bspw. Prüfung von Belegen und Verwendungsnachweisen auf Vollständigkeit, Kontieren von Belegen, Prüfung der rechnerischen Richtigkeit, Belegerfassung nach Konten und Kostenstellen und Vorbereiten der Zahlungsanweisungen)
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Finanzierungsplänen, Projektplänen, Jahresplänen etc. und bei der laufenden Überwachung der Projektbudgets in Abstimmung mit der/dem Projektverantwortlichen, Finanzkontrolle, Sachkontenabgleich
  • Verwaltung eingehender Spenden und Spenderinnenbetreuung inkl. Ausstellen und Versenden von Spendenquittungen
  • (Finanz-)technische Vorbereitung von Zwischenberichten/Abrechnungen/Mittelabrufe für u. a. Behörden, NGOs und Stiftungen zur Arbeit der QNU
  • Erstellung von Verwendungsnachweisen (insbesondere zahlenmäßige Nachweise) gemäß den Richtlinien von Drittmittelgebern (Projektabrechnung)
  • Bearbeitung von Prüfungsbeanstandungen
  • Mitarbeit bei zusätzlichem Bedarf im Bereich der allg. Buchhaltung
  • bei Bedarf Teilnahme an 14-tägigen abendlichen Meetings (19:00 – 20:00 Uhr)

Das solltest Du mitbringen:

  • Abgeschlossene kaufmännische oder verwaltungstechnische Berufsausbildung und/oder Erfahrungen in der Projektabrechnung bzw. Finanzbuchhaltung
  • Erfahrungen im Spendenwesen
  • Sicherer Umgang (praktische Erfahrung) in der Buchhaltung/Kostenrechnung mit gängigen Systemen wie bspw. DATEV oder langjährige Erfahrungen mit einem anderen System der Finanzbuchhaltung
  • Sicherer Umgang mit Office, Outlook, Internet
  • Gute Kenntnisse der englischen und deutschen Sprache (C1) – zusätzliche Ukrainisch- und/oder Russischkenntnisse sind von Vorteil
  • Organisationsgeschick sowie Spaß an verwaltungstechnischen Aufgaben
  • Bereitschaft zum mobilen Arbeiten, da es sich um einen mobilen Arbeitsplatz handelt
  • Verlässlichkeit, Teamfähigkeit sowie eigenständige, strukturierte Arbeitsweise
  • Erfahrung in der Arbeit international agierender NGOs sind von Vorteil
  • Sensibilität gegenüber queerer Vielfalt und den von Krieg betroffenen Menschen sowie Identifizierung mit den Zielen des AGH und der QNU

Wir bieten:

  • Eine sinnstiftende und vielseitige Arbeit im gemeinnützigen Sektor
  • Eine Vergütung bis zur Entgeltgruppe EG 8 TVöD Bund (je nach Qualifikation)
  • Eine befristete Teilzeitstelle mit bis zu 19,5 Wochenstunden zunächst bis Dezember 2023 (mit der Option einer Verlängerung)
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung
  • Ein wertschätzendes Arbeitsumfeld in einer vielfältigen und weltoffenen Organisation
  • 30 Tage Jahresurlaub

Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht einschließlich geschlechtlicher Identität, Geschlechtsausdruck und Geschlechtsmerkmalen, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Identität oder Nationalität. Menschen mit Einschränkungen oder chronischen Erkrankungen (entspr. BGleiG, SGB IX) werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Deine ausführliche Bewerbung mit Motivationsschreiben (maximal zwei Dateien im pdf-Format). Bewerbungsschluss ist Mittwoch, der 21. Juni 2023, 23:59 Uhr. Die Vorstellungsgespräche sind für die Kalenderwoche 26 via Zoom vorgesehen.

Der Aktionsbündnis gegen Homophobie e. V. weist darauf hin, dass alle durch die Bewerbung und/oder das Bewerbungsgespräch entstehenden Kosten (bspw. Reise- und Übernachtungskosten) nicht übernommen werden können, sondern von demder Bewerberin selbst zu tragen sind.

Bitte sende Deine Bewerbungsunterlagen via E-Mail fristgerecht an: vorstand@aktionsbuendnis.org

Bei Rückfragen kannst Du Dich gerne telefonisch (+49 179 7526209) oder auch via E-Mail (vorstand@aktionsbuendnis.org) bei uns melden.

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Spendenrekord: Mehr als 500.000 Euro für ukrainische LSBTIQ*

Zwei Monate nach Gründung zieht das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine Bilanz

Hilfsorganisationen leisten effektive Nothilfe bei Katastrophen und Krisen. Doch bestimmte Menschen und Gruppen haben besondere Anforderungen, zum Beispiel an eine für sie sichere Unterbringen oder auch an medizinische Versorgung. Zu ihnen gehören auch Mitglieder der LSBTIQ*-Community, eine aufgrund von Stigmatisierung, Diskriminierung und Gewalt häufig traumatisierte und besonders schutzwürdige soziale Gruppe.

Auf ihre Bedürfnisse können große Hilfsorganisationen nur bedingt eingehen. Deswegen haben sich direkt nach Kriegsausbruch am 24. Februar 2022 zahlreiche Organisationen aus der LSBTIQ*-Community in Deutschland zum bundesweiten Bündnis Queere Nothilfe Ukraine zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, LSBTIQ* in Notlagen zu unterstützen.

Nie hat die deutsche Community mehr Geld gesammelt

Nebst Petition mit klaren Handlungsaufforderungen an die Bundesregierung zum Schutz von LSBTIQ* sammeln die Initiator*innen Spenden, um Betroffenenen bei der Versorgung und Evakuierung zu helfen. Zwei Monate nach Gründung verzeichnet das Bündnis Spendeneinnahmen von über einer halben Million Euro – mehr wurde bislang bei einer LSBTIQ*-spezifischen Spendenaktion in Deutschland in einem ähnlichem Zeitraum noch nicht eingesammelt.

Zugleich wächst mit jedem Kriegstag der Bedarf an weiteren Hilfeleistungen. “Die Spendensumme zeigt, dass sehr vielen Menschen, Unternehmen und Organisationen die spezifische Notlage von LSBTIQ* bewusst und ein eigenes Engagement eine Herzensangelegenheit ist. Ein Lichtblick in dunklen Zeiten. Wir hoffen, die Spendenbereitschaft mit unserer Aufklärungsarbeit hoch halten zu können, denn aktuell können wir vielen noch nicht helfen und möchten deshalb unsere Arbeit in der Ukraine stark ausweiten – zum Beispiel die Versorgung von queeren Notunterkünften”, so Sören Landmann, Mitinitiator des Bündnis Queere Nothilfe Ukraine und Vorsitzender des Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V.

Aufklärungsarbeit für Unterstützer*innen aber auch für LSBTIQ*, die auf der Flucht sind oder diese planen, leistet das Bündnis u.a. auf Facebook sowie Instagram und lässt hier aktuell die Personen zu Wort kommen, die sich bei den Spender*innen bedanken möchten:

[…] Ich bin schwul, ich habe eine LGBTIQ*-Organisation um Hilfe gebeten. Sie haben mir viel geholfen. Sie haben mir erstmal etwas Geld gegeben, für Lebensmittel. Ich konnte Lebensmittel und Proviant kaufen. Jetzt habe ich eine Unterkunft gefunden, die billigste, die es gab, und ich habe die Organisation gebeten, mich auch dabei zu unterstützen. Ich bin den LSBTIQ*-Organisationen in Deutschland sehr dankbar für ihre Hilfe. Wir brauchen sie wirklich sehr. Wir sind verwirrt, wir wissen gar nicht, was wir tun sollen und für jede Hilfe sind wir dankbar. […]”, bedankt sich Serhey aus Kyjiw in einem Video.

“Wegen des Krieges sind wir in eine sehr komplizierte finanzielle Lage geraten. Hier funktioniert nichts mehr, die Sirenen heulen ständig und dann musst du in einen Keller oder einen Unterschlupf rennen. Und mit einem kleinen Kind ist das sehr, sehr schwierig. Aber wir geraten nicht in Panik und versuchen, durchzuhalten. Ein großes Dankeschön an alle Menschen aus Deutschland, die uns unterstützen. Ohne euch wären wir verloren”, sagt Marta aus Bila Zerkwa im selben Video.

Queere Nothilfe Ukraine leistet insbesondere Hilfe in der Ukraine selbst

Das Aktionsbündnis hat sich darauf geeinigt, Spenden für Soforthilfe in der Ukraine zu priorisieren und dann Hilfe in an die Ukraine angrenzenden Nachbarländern zu leisten. “In Deutschland sehen wir die Fürsorge- und Versorgungspflicht bei der Bundesregierung und konzentrieren uns daher vor allem auf Vor-Ort-Unterstützung in Kooperation mit lokalen und uns bekannten LSBTIQ*-Vereinen und Initiativen. So können wir bei der dringend notwendigen Versorgung queerer Menschen in der Ukraine sowie bei ihrer Evakuierung unterstützen, aber auch bei individuellen Notlagen flexibel und schnell reagieren”, erklärt Sasha Gurinova, Referentin für Internationales bei der Deutschen Aidshilfe und Mitglied im Finanz-Team des Bündnisses Queere Nothilfe Ukraine.

Zur dringend notwendigen Versorgung gehört die Grundversorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten wie Schmerzmitteln, HIV-Medikamenten und Hormonpräparaten für trans* Menschen, aber auch die Beschaffung von Matratzen, Drogerie- sowie Hygieneartikel oder Powerbanks. Diese Hilfeleistung erhalten Geflüchtete in sogenannten Sheltern, sprich provisorisch eingerichteten Notunterkünften. Die Unterstützung vor Ort kann dann durch die Kooperation mit LSBTIQ*-Organisationen in der Ukraine sichergestellt werden wie etwa auf nationaler Ebene durch Insight, KyivPride, Gay Alliance Ukraine, Tochka Opori, Avante, Alliance Global, Sphere, Gay Forum Ukraine, Liga oder regional mit Gruppen wie Gender Z in Saporischschja und “Ty ne odin” (“Du bist nicht allein”) aus Schytomyr. Die Organisationen verteilen die vom Bündnis gelieferten Hilfsgüter.

Das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine und seine Mitgliedsorganisationen unterstützen ebenfalls bei der Vermittlung in sichere Unterkünfte in (Ost-)Europa sowie Deutschland, assistieren bei Behördengängen und Anmeldeverfahren und bieten umfassende Info- und Beratungsangebote in mehreren Sprachen an, die Menschen in Not vor Ort oder auf der Flucht unterstützen sollen. Zudem werden 50 Prozent der Spendengelder für langfristige Hilfe zurückgestellt.

Bitte unterstützen Sie mit einem Aufruf die Spendenbeteiligung und Petitionsunterzeichnung:

Das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine ist ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen aus der LSBTIQ*-Community in Deutschland. Es unterstützt queere Menschen, die aus der Ukraine fliehen mussten oder noch im Land sind. Unter https://www.queere-nothilfe-ukraine.de/ueber-uns/ finden Sie eine Übersicht der beteiligten Organisationen, Petitionsunterzeichner*innen sowie weiterführende Informationen.

Pressekontakte Bündnis Queere Nothilfe Ukraine

Bei Rückfragen oder Interview-Anfragen wenden Sie sich bitte an

Sören Landmann | +49 179 75 26 209

Conrad Breyer | +49 170 18 59705

presse@queere-nothilfe-ukraine.de